Sind Schnorchelmasken gefährlich?

Warum hört man immer wieder, dass Schnorchelmasken gefährlich sind? Was steckt dahinter? Und wie kann man die Gefahr umgehen?

In diesem Beitrag soll es um genau diese Fragen gehen. Wir erklären dir, wovon die Gefahr ausgeht und von welchen Schnorchelmasken das geringste Risiko ausgeht.

Warum manche Schnorchelmasken gefährlich sind

In der Presse wurde seit dem Erscheinen der beliebten Schnorchelmasken immer wieder von Todesfällen berichtet. CBC News etwa, berichtet von einer ansteigenden Zahl von Todesfällen beim Schnorcheln (Quelle: CBC News). Es wird vermutet, dass einige der neuen Todesfälle auf die Schnorchelmasken zurückgeht. Doch wovon geht die Gefahr beim Schnorcheln mit der Schnorchelmaske aus?

Schnorchelmasken können aus zwei Gründen gefährlich sein:

  1. Das Volumen des Totraumes ist im Vergleich zum normalen Schnorchel sehr groß.
  2. Manche Schnorchelmasken haben kein Doppel-Luftstrom-System verbaut.

Wir möchten auf die zwei Punkte etwas ausführlicher eingehen.

Das Problem mit dem Totraum

Als Totraum wird der Bereich im Schnorchel oder der Schnorchelmaske bezeichnet, indem sich eingeatmete und ausgeatmete Luft vermischen können. Demnach ist in der Schnorchelmaske der geschlossene Maskenraum, der Mund und Nase umschließt, als Totraum zu bezeichnen.

Durch flache und schnelle Atmung besteht das Risiko, die bereits ausgeatmete Luft erneut einzuatmen. Diese Totluft hat einen sehr hohen Kohlendioxidanteil. Je länger du kohlendioxidreiche und sauerstoffarme Luft einatmest, umso größer ist die Gefahr von Schwindel, Orientierungslosigkeit oder sogar Bewusstlosigkeit. Besonders gefährdet sind Menschen, die einen schwachen Kreislauf haben oder an sonstigen schwächenden Erkrankungen leiden.

Das Problem mit dem Luftstrom-System

Gute Schnorchelmasken haben ein Doppel-Luftstrom-System, das dich zuverlässig mit Frischluft versorgt. Das Prinzip des Systems ist denkbar einfach: verbrauchte Luft (Totluft) wird kategorisch von Frischluft getrennt. Sie wird auf separatem Weg aus der Maske ausgeleitet und vermischt sich mit der Frischluft nur im Totraum. Durch andere Kammern wird Frischluft zu Mund und Nase befördert.

Sehr günstige Masken allerdings verzichten auf ein solches Doppel-Luftstrom-System und verbauen lediglich eine Kammer – für Frisch- und Totluft. Dadurch entsteht eine Pendelatmung, die ebenfalls zu einem zu hohen Kohlendioxidgehalt in der Maske sorgt und Schwindel, Ohnmacht und Orientierungslosigkeit hervorrufen kann.

Wie du dich vor der Gefahr schützen kannst

Die Schnorchelmaske ist eine tolle Erfindung und diese einfach aus unserem Leben zu verbannen wäre falsch. Stattdessen sollte man sich Mühe geben, eine sichere Schnorchelmaske zu kaufen und damit bewusster schnorcheln.

Die gute Nachricht: Seit den Vorfällen 2017 und 2018 sind die gefährlichen Schnorchelmasken weitgehend vom Markt verschwunden. Die meisten Schnorchelmasken sind als sicher einzustufen.

Eine sichere Schnorchelmaske finden

Eine sichere Schnorchelmaske findest du, indem du dir den Schnorchel von Innen ansiehst. Sind zwei oder sogar drei Kammern verbaut, spricht das dafür, dass die Maske über ein Doppel-Luftstrom-System verfügt. Um ganz sicher zu sein, kannst du den Schnur-Test durchführen. Dieser ist im Video weiter unten auf der Seite zu sehen.

Eine sehr empfehlenswerte Schnorchelmaske, die von der DEKRA nach der DIN EN 136 geprüft wurde, ist die Khroom Seaview X:

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Bewusster Schnorcheln

Wenn du dir folgende drei Tipps Herzen nimmst, kannst du das Risiko eines Unfalls beim Schnorcheln ungemein eindämmen.

  1. Um die Pendelatmung zu verhindern, solltest du auf eine tiefe und gleichmäßige Atmung achten. Durch tiefes Ausatmen wird die verbrauchte Luft nach draußen befördert und durch tiefes Einatmen reicherst du deine Lunge mit Sauerstoff an.
  2. Lege regelmäßig eine Pause ein. Spätestens alle 30 Minuten solltest du für ein paar Minuten das Wasser verlassen.
  3. Schnorchele nie allein. So kann dir im Fall eines Unfalls jemand zu Hilfe kommen.

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